
An einer Radtour der besonderen Art versuchte sich Corratec-Fahrer Roland Stauder. Der Südtiroler Mountainbiker wollte nonstop von der Küste Chiles den höchsten Berg Südamerikas bezwingen, erst auf dem Rad, dann zu Fuß.
Bereits Mitte Februar war Stauder nach Chile aufgebrochen, um sich zu Akklimatisieren. Nach drei Wochen, am 6. März, begann er am Strand von Concon seine Extremtour. Zunächst mussten 200 kräftezehrende Kilometer auf dem Rad bewältigt werden. Dabei verließ sich der Profi auf sein bewährtes Carbon-Hardtail "Revolution World Cup", wie Sponsor Corratec gerne betont. Das Ziel war der Aconcagua Nationalpark, benannt nach dem höchsten Gipfel Südamerikas. Der 6.958 m hohe Berg sollte schließlich auch Stauders Ziel sein.Nachdem die Grenze zu Argentinien passiert war ging es für ihn zu Fuß weiter. Am frühen Nachmittag war der Gipfelsturm dann aber frühzeitig beendet. 30 Zentimeter Neuschnee und eisiger Wind verzögerten den Aufstieg, was den Zeitplan für den Abstieg gefährdete. Die einzig richtige Entscheidung: Umkehr. Nach 36 Stunden hatte Roland Stauder 6.100 Höhenmeter überwunden und brach kurz vor dem Ziel die Besteigung ab. Dennoch war der Versuch eine extreme Herausforderung für Mensch und Material.
Ein zweiter Versuch ist nach Aussagen Stauders bisher noch nicht geplant. Doch zumindest wisse er nun, dass eine Besteigung bei normalen Witterungsbedingungen machbar ist.
Autor Marco Felgenhauer
Fotos Corratec
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