Durchhalten und Ankommen hieß die Devise für den heutigen Tag! Nach Pleiten, Pech und Pannen am Vortag galt es lediglich, das lang ersehnte Ziel in Arco zu sehen und nach 880 Kilometern die Abschlussparty zu genießen.
102,5 Kilometer standen heute nochmal auf dem Programm. Nun soll bloß keiner glauben, dass heute eine gemütliche letzte Etappe gefahren wurde. Zwar war das Rennen lange neutralisiert, doch gleich darauf ging wieder einmal die Post ab. Nach Kaltern sorgte erst einmal eine Abfahrt für Abkühlung bevor man auf Höhe des Kalterer Sees erreicht und dort 30 Kilometer lang hinter dem Führungsfahrzeug her rollte. In Mezzolombardo wartete dann der Anstieg hinauf nach Fai della Paganella, an dem dann auch das Rennen freigegeben wurde. Abwärts ging es dann in kürzeren Abfahrten bis nach Ponte Arche am Fuß des letzten Passes dieser Transalp, dem Passo del Ballino. Ab dem höchsten Punkt auf gerade einmal 800 Metern rollte es dann die letzten 15 Kilometer bis nach Arco.
Leicht war das wie gesagt trotzdem nicht. Schon allein die Hitze machte den Fahrern zu schaffen und Steffi durfte sich ja auch noch mit den Sturzfolgen von gestern herum schlagen. Da ist es kaum verwunderlich, dass nicht mehr viel drin war am heutigen Tag. Mit dem 15. Platz dieser Etappe sicherten sie aber den 12. Rang der Gesamtwertung ab. Doch schon allein das Ankommen war nach diesen Problemen eine großartige Leistung.
Das Fazit nach einer Woche harten Radsport: Es ist ganz klar härter als viele gedacht hatten, sowohl für die Fahrer als auch für das Material. Selbst Nino, eigentlich wesentlich stärker als Steffi, konnte sich, wohl auch wegen der Schiebe-Taktik, so richtig verausgaben auf den letzten drei Etappen. Und man sollte auch nicht vergessen, dass es sich schlussendlich um sieben Bergetappen in Folge handelte.
Wie es dem Equipment ergangen ist konnte man ja schon ansatzweise in den einzelnen Artikeln lesen, eine Rückschau auf diesen einwöchigen Material-Test gibt es demnächst auf Fahrrad-News.
Ein wie sonst übliches Bad im See gab es übrignes dieses Jahr leider nicht, Arco ist halt doch zu weit vom Gardasee entfernt. Dafür freuen wir uns umso mehr auf die heutige Abschluss-Party!
Autor Marco Felgenhauer
Fotos Marco Felgenhauer
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