Schon zum dritten Mal war es dieses Jahr am ersten Sonntag im September wieder so weit, die österreichische Sportwelt traf beim Eddy Merckx Classic auf den inzwischen zahmen Kannibalen aus Belgien.
Eduard Louis Joseph Merckx, besser bekannt als Eddy Merckx stand erneut Pate für den noch jungen Radmarathon im Salzburger Land. Und als begeisterter Skifahrer und bekennender Salzburger Land Fan ließ er es sich nicht nehmen, wieder persönlich mit am Start zu stehen. Doch der wohl beste Rennradfahrer aller Zeiten, der fünf mal die Tour de France und den Giro d´Italia gewann und über 500 Profisiege in seiner Karriere einfuhr, war natürlich nicht allein in das schöne Eugendorf bei Salzburg gekommen. In seinem Legenden-Team fuhren Sportgrößen wie sein ehemaliger Konkurrent Rudi Altig, der österreichische Profi-Radsportler Gerrit Glomser und der ehemalige Tennisprofi Eduardo Masso. Auch der ehemalige Langlaufprofi Alois Stadlober und Österreichs bester Kombinierer Felix Gottwald folgten dem Ruf des Kannibalen und schwangen sich mit ihm aufs Fahrrad. Und mit ihnen über 1200 weitere Radsportler, wovon die meisten auf ein kurzes Treffen mit Eddy Merckx zu hoffen schienen. Doch erst einmal muss man sich am Abend vorher auf die anspruchsvolle Strecke vorbereiten. Nach einer Aussage des belgischen Kannibalen gleicht das Profil den Klassikern Lüttich-Bastogne-Lüttich und der Lombardei Rundfahrt. Schon dieses Statement ließ manche Fahrer ehrfürchtig den nächsten Tag erwarten. Doch zurück zur Stärkung, die Eugendorfer Gasthäuser, die zum Kulinarium Eugendorf gehören, boten extra Menüs für die hungrigen Sportler an, die sich sehen lassen konnten. Hungrig brauchte man also nicht an den Start des 109 oder 155 Kilometer langen Rennens gehen. Schon um acht Uhr morgens und bei recht frischen Temperaturen fiel der Startschuss. Und alle Jedermänner schienen wenigstens einmal kurz neben dem Kannibalen herfahren zu wollen, das Rennen war anfangs schnell und sturzreich.
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Der hatte tags zuvor auch nicht zu viel versprochen: die Strecke war alles andere als einfach. Zwar fehlten die für Österreich typischen hohen Berge, aber die Anstiege waren kurz und steil. Dadurch war es sehr unrythmisch und in den großen Gruppen immer wieder mit harten Tempowechseln verbunden. Wer sich etwas mehr Zeit ließ konnte die landschaftlichen Reize genießen, vorbei am Wallersee, dem Obertrumersee, dem Irsee und dem Mondsee, aber immer die Gipfel des Steinernen Meeres im Blick. Trotz einiger Baustellen auf der Strecke schaffte es die Organisation mit harten Durchgreifen, für die Sicherheit der Teilnehmer zu sorgen, auch wenn die die unfreiwilligen Zwischenstopps kritischer sahen. Doch wer im Ziel war und nach einer kurzen Dusche das Verpflegungszelt stürmte, vergass jede Kritik wieder. Das Kulinarium Eugendorf hatte gemeinsam das Essen für die hungrigen Radsportler organisiert. Für jeden war etwas dabei, von Schinkenfleckerl bis zum Putenschnitzel. Und wer Glück hatte, konnte in dem Getümmel noch ein paar Worte mit der lebenden Legende wechseln. Oder sich, bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein, mit den Siegern der Langstrecke Alex Schrangel und Alenka Novak und der Kurzstrecke Thomas Tantz und Lisa Pleyer über das Rennen unterhalten. Und vielleicht auch schon den Annerkennungspreis lehren, eine Flasche Eddy Merckx Wein.
Autor Stefanie Felgenhauer
Fotos Marco Felgenhauer
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Eddy Merckx Classic
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