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Navigations-Alleskönner VDO GP7

Dienstag, den 04. Mai 2010 um 11:19 Uhr 0 Kommentare
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VDO GP7 NavigationWährend Navigationsgeräte für das Auto inzwischen selbst beim Lebensmitteldiscounter zu Minimalpreisen verschleudert werden und mit ansprechender Geschwindigkeit, Darstellung und Berechnung aufwarten können, hält sich das Angebot für Radfahrer in Grenzen. Neben der Edge-Serie von Garmin und einigen recht klobigen Geräten aus Fernost war das Angebot bisher ziemlich mau.

Vor kurzem ergänzte Ciclosport mit dem G5 das Angebot, in Kürze stößt VDO zum elitären Kreis der Navigationsspezialisten hinzu. Fahrrad News konnte sich einen serienreifen Prototypen des VDO GP7 bereits im Betrieb ansehen und testen.

Routenführung ist für immer mehr Radfahrer und vor allem Mountain- und Trekkingbiker ein wichtiges Thema. Immerhin sind gute Navigationsgeräte im Gegensatz zu ihren Autopendants mit dem passenden Topographie-Kartenmaterial auch in der Lage durch die grüne Hölle der Eifel zu navigieren oder den perfekten Transalp-Trail zu finden - mit automatischer Routrnführung und, wenn gewünscht, per Sprachausgabe. Auf Vektorkartenbasis berechnet der GP7 auf Basis von Windows CE Routinglösungen in Windeseile. Ein erster Test ergab nur wenige Sekunden Berechnungszeit für einen knapp 25km langen Mountainbikekurs am Gardasee, ehrlich gesagt sieht da die Edge-Serie von Marktführer Garmin ganz schön alt aus. Mit dem Edge 605/705 zieht sich die gleiche Berechnung deutlich länger hin. Die wesentlich schnellere Berechnung macht sich auch bei der Neuberechnung in einer laufenden Navigation bemerkbar. Während der Edge bekanntermaßen schnell aus dem Ruder läuft, wenn der Nutzer im Straßenverkehr falsch abbiegt und eine Neuberechnung notwendig wird, führt das Gerät von VDO fast ohne Zeitverlust eine neue Routenberechnung aus und navigiert auf einer Alternativroute zum Ziel.Wer möchte, kann sich auch georeferenzierte Rasterkarten in das Gerät laden und sich selbstverständlich auch aus dem großen Sammelsurium an GPS-Tracks diverser Webportale bedienen. Zu beachten ist dabei aber, dass solche Tracks nicht routingfähig sind.

Die Beschreibung des genauen Funktionsumfang sprengt unseren Rahmen, mit dem GP7 hat VDO einen Alleskönner konzipiert, der nahezu auf jede Frage eine Antwort hat. Ausgenommen ist davon noch die Leistungsmessung und somit die Konnektivität zu SRM, CycleOps, Quarq und Co.. Laut VDO-Geschäftsführer Hans-Joachim Noenen ist es aber nur eine Frage der Zeit, denn der bereits genutzte ANT+ Standard des G7 erfordert nur noch eine Erweiterung der Software um Leistungsdaten im 2.4 GHz Frequenzbereich zu empfangen und zu verarbeiten. Das macht sicher für Rennradfahrer wenig Sinn, denn dafür ist der G7 mit seinem transflektivem 3.5" Display schlicht etwas zu groß - ambitionierte Mountainbiker dürfen sich aber bereits auf diese Erweiterung freuen.

Zunächst bietet der Bike-Computer neben Geschwindigkeits- auch Puls- und Trittfrequenz-Daten aus störungsfreien ANT-Sensoren. Für die Höhenmessung steht neben GPS auch noch eine barometrische Höhenmessung zur Verfügung, die sich mit den ermittelten GPS-Höhendaten abgleicht und so sehr genaue Daten ermitteln kann.

   
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Das Display

"Transflektiv" - ein schöner Fachbegriff aus der Displaytechnik. Mit dieser Technologie nutzt der G7 das Umgebungslicht mit anteiliger Reflexion als Lichtquelle für die Beleuchtung und spart nicht nur Akkustrom, sondern bietet auch bei starker Sonneneinstrahlung ein perfekt ablesbares Display. Die Steuerung des Kleinstrechners erfolgt übrigens per Touchscreen und das beschleunigt die Bedienung ungemein. Ebenso, wie übrigens auch die frei konfigurierbare Oberfläche des Geräts. Aus über 70 Funktionen kann der User für den G7 bis zu vier Display-Seiten und pro Seite bis zu acht Felder frei definieren. Tempofreaks können die Geschwindigkeit groß in den Mittelpunkt stellen. Eine andere Darstellungsart wäre die gleichberechtigte Größe von Fahrrad-Computer-Daten auf einer Seite, Puls-Daten auf der nächsten Seite und Höhen-oder Routen-Informationen auf einer weiteren Seite. So ergeben sich bis zu 32 Bike-Computer Informationen. Fünf vordefinierte Nutzerprofile liefert der das Gerät im Auslieferungszustand - inklusive der passenden Kartenansicht und dem optimalen Bike- oder Trip-Computer. Jedes dieser Profile kann individuell angepasst oder neu erstellt werden.

Trainingsplaner und Track Race
Integriert in das GP7 Gerät ist ein kompletter Trainingsplaner. Damit lassen sich Trainingspläne erstellen und abarbeiten. Für eine zielgerichtetes Training lassen sich im Trainingsplaner immer zwei unterschiedliche Ziele festlegen, beispielsweise „Ziel 1: Puls zwischen 135 und 150“ und „Ziel 2: 1 Stunde Fahrzeit“. Während der Fahrt werden die jeweils aktuellen Werte diesen Trainingszielen gegenübergestellt und aufgezeichnet. Am Ende des Trainings kann die Strecke beliebig nachvollzogen und der Trainingszustand punktgenau kontrolliert werden. Ein weiteres Highlight ist das integrierte Track Race. Als optischer Anreiz zeigt ein mitfahrender Punkt auf der Strecke den direkten Vergleich von Vorgabe und aktueller Fahrt: Bin ich schneller oder langsamer als bei der letzten Tour? Solche Vergleiche lassen sich unter Trainingspartnern sogar austauschen.

Akku oder Batterie
Betrieben wird der GPS-Navigator normalerweise mit einem langlebigen Lithium-Ionen Akku. Sollte dieser Akku keine Spannung mehr liefern, lassen sich ersatzweise AAA-Batterien verwenden. So kann man auch meilenweit von der nächsten Steckdose sicher weiter navigieren, sofern die notwendigen Batterien im Rucksack liegen.

Kartenmaterial und Preis
Wer sich mit Navigation schon einmal auseinandergesetzt hat, weiß um den Kostenfaktor "Karte". Liegt den meisten Geräten noch eine Länder- oder Europkarte für die Straßennavigation bei, muss man für Topokarten oft sehr tief in die Tasche greifen. Im Fall unseres Testgeräts lagen Karten für Deutschland, Schweiz, Österreich, Italien, Frankreich Spanien und Schweden vor und werden mitgeliefert - das betrifft Straße und Topo. Weitere Länder sollen nach und nach eingepflegt werden.

Verbleibt die Frage nach dem Preis. Ab Mai steht das Gerät inklusive Topo-Karte, BIKE-GPS-Rich-Track-Software, Geschwindigkeits-Sender und Navteq-Straßenkarten zur Verfügung. Komplett-Preis 599,- Euro. Ein weiteres Bundle mit Puls-Sender, Geschwindigkeits-Sender, BIKE-GPS-Rich-Track-Software, Navteq-Straßenkarte und Topo-Karte wird zum Preis von 649,- Euro angeboten.

 

Foto-Copyrights Fotos VDO
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Weiterführende Links
Link VDO

 

Schlagwörter: ANT+, Alternative, Edge 605, Erfahrungen, GP7, GPS, Garmin Edge 705, Leistungsmessung, Navigation, Prototyp, Radcomputer, Rich Track, Test, VDO, Xplova G5
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