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Nordlicht (PC 8/11)

Montag, den 25. Juli 2011 um 09:21 Uhr 0 Kommentare
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Im Rennkalender gleich nach der Tour de France angesiedelt, wird die 21. Auflage der Dänemark-Rundfahrt so hart umkämpft sein wie eh und je.

Die Dänemark-Rundfahrt wird in diesem Jahr volljährig und feiert ihre 21. Auflage. Und mit diesem Meilenstein geht das stärkste Feld in der Geschichte des Rennens einher – acht Tour-de-France-Teams haben ihre Teilnahme zugesagt.

Die Post Danmark Rundt, wie sie in der Landessprache heißt, hat einen attraktiven Platz im Kalender: Für Fahrer, die in guter Form aus der Tour kommen, ist sie eine gute Gelegenheit, sich in Szene zu setzen; Profis, deren Ziele in der zweiten Hälfte der Saison liegen, finden in ihr eine ideale Plattform, um sich den letzten Feinschliff zu holen. Matti Breschel stand in den letzten drei Jahren zweimal auf dem Podium des WM-Straßenrennens und hatte zuvor jeweils mindestens einen Etappensieg bei seiner Heimatrundfahrt gefeiert.

Jesper Worre ist ein Ex-Profi, der eine der vier in den 80er Jahren ausgetragenen Auflagen gewann, bevor die Rundt nach 1988 vorerst nicht mehr stattfand. Seit 1997 ist er Direktor des 1995 wiederbelebten Etappenrennens. Er ist zufrieden mit dem Platz im Kalender und der Anziehungskraft, die das Rennen auf die Top-Fahrer ausübt. „Vor zwei Jahren fing unser
Rennen drei Tage nach der Tour an, das war viel zu früh. Jetzt startet es zehn Tage nach der Tour, was viel besser ist, weil einige Fahrer ein paar Kriterien fahren und dann immer noch in guter Form hier antreten können.“

In den 80ern war die Danmark Rundt ein Profirennen, wurde nach der Unterbrechung aber mit Amateurstatus neu aufgelegt. Es hat seinen Stellenwert nach und nach verbessert und wird jetzt als 2. HC-Rennen geführt. Nach dem Neustart trugen sich illustre Namen in die Siegerliste ein, darunter David Millar, Ivan Basso, Fabian Cancellara, Kurt Asle Arvesen und in jüngster Zeit Jakob Fuglsang, der die Dänemark-Rundfahrt dreimal in Folge gewann.

In diesem Jahr findet das sechstägige Rennen auf dem dänischen Festland (Jütland) und der größten Insel Seeland statt, wo die letzten beiden Etappen ausgetragen werden. Die erste Etappe führt an der Nordseeküste entlang, wobei ein Abschnitt über die Deiche führt, die die Stadt Ribe vor Sturmfluten schützen. Dort kann mitunter eine ganz schöne Brise wehen, sodass die Klassementfahrer damit rechnen müssen, dass sich Windstaffeln bilden.

Die wichtigste Etappe des Rennens ist wahrscheinlich die dritte, die auf der Kuppe eines giftigen Anstiegs in Vejle auf dem dänischen Festland endet – eine traditionelle Ankunft, die seit 2004 jedes Jahr auf dem Programm steht. „Auf dieser Etappe geht es den ganzen Tag über schmale Straßen rauf und runter“, erklärt Worre. „Insgesamt werden die Fahrer 2.000 Meter geklettert sein. Alpe d’Huez ist 1.000 Meter hoch, sie werden also erschöpft sein, wenn sie Vejle erreichen. Der Anstieg ist nur 300 Meter lang, aber bis zu 21 Prozent steil. Die Kommissäre haben sie als Bergetappe eingestuft, deswegen gilt die 3-km-Regel nicht [wonach Fahrer, die auf den letzten drei Kilometern stürzen, dieselbe Zeit bekommen wie das Feld]. Die Leute glauben, Dänemark sei flach – das stimmt zwar, aber diese Etappe ist unglaublich schwer, und wir haben uns alle Mühe gegeben, neue Straßen zu finden, die auf und ab führen.“ Die letzten 100 Kilometer der 2. Etappe von Grindsted nach Århus sind ähnlich wellig und eine gute Aufwärmübung für den nächsten Tag.

Davon abgesehen wird auch beim Zeitfahren am vorletzten Tag Ordnung in die Gesamtwertung kommen. Im letzten Jahr experimentierten die Organisatoren mit einer 19,4 Kilometer langen Route, aber die war laut Worre etwas zu lang und begünstigte die Zeitfahrspezialisten zu sehr. „2007 waren es nur 12,5 Kilometer, aber 20 Kilometer sind zu entscheidend. Zwischen 14 und 15 Kilometer sind perfekt. Es ist total flach. Es fängt sehr einfach an, aber nach dem Wendepunkt wird es sehr schwer“, verspricht Worre.

Das Rennen endet in Frederiksberg an der Peripherie von Kopenhagen. Worre rechnet damit, dass sich eine halbe Million Zuschauer, also rund zehn Prozent der Bevölkerung des Landes, das Rennen anschauen werden. Um es so zuschauerfreundlich wie möglich zu machen, endet jede Etappe mit einem kurzen Rundkurs. „Es sind viele Leute unterwegs, überall stehen Fans am Straßenrand. Es ist wie die Tour de France, aber viel familiärer“, erklärt Worre.

Die Dänemark-Rundfahrt 2011 findet statt vom 03. bis 07. August.

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Weiterführende Links

Weblink Dänemark-Rundfahrt (auf dänisch)

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Schlagwörter: Dänemark-Rundfahrt, Post Danmark Rundt, Tour de France
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