
In Belgien sind Hügel eher kurz und knackig – das erklärt einiges! Zum Beispiel das Ridley-Fully Ignite FS in einer derart brutalen Abstimmung, dass es mir als Testfahrer fast das Hirn durch die Schädeldecke gedrückt hätte.
Das ist nicht negativ zu sehen – ich liebe harte Rennfeilen, und das FS hat alles, was Speed-Liebhaber suchen: kompromisslose Steifigkeit im Tretlager (BB30), nahe zu verlustfreien Vortrieb, klares Feedback aus dem Fahrwerk und eine direkte Lenkung.
All das bietet dieses Geschoss in einer Konzentration, die ich bei einem Fully noch nie gesehen habe; dabei hängt es in Sachen Fahrdynamik trotz seiner mehr als elf Kilogramm fast jedes Hardtail ab. Das Testrad mit XT-Parts, Avids-Elixir-S-Bremsanlage, innenliegender Kabelführung, Rock-Shox-Reba-RL-Gabel und Ario-3.R-Dämpfer stammt aus dem Baukasten-Programm von Ridley. Dort lässt sich problemlos am Rechner das Wunschrad konfigurieren – das Rahmenkit mit Dämpfer liegt bei 1.999 Euro.
Fazit Megasteifer Rennprügel auf Basis eines 24t Carbon-Monocoque Rahmens mit sehr kurzem Steuerrohr und guter Beherrschbarkeit, in ruppigem Gelände wirkt es konstruktionsbedingt etwas nervös.. Die 11 Kilogramm der XT/SRAM X9-Konfiguration mit Rock Shox SID-Race und Fulcrum RM3 Laufrädern merkt man dem Bike nicht an.
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