
Gleich sechs Ausstattungspakete bieten die Österreicher für das Stomp an, wobei das Rahmenkit auch einzeln erhältlich ist. Wir sind das MR-3-20 mit einer Ausstattung knapp unterhalb der Premiumklasse gefahren.
Vor allem die von Simplon hochgelobte SAPP-Kinematik sollte ausprobiert werden, denn der sich selbst justierende virtuelle Drehpunkt des Hinterbaus ist bei Simplon quasi Spaßgarantie. In der Tat liegt das Stomp mit dem Fox-RP23-Boostvalve-Allzweckdämpfer sehr satt in der Spur und neigt im Anstieg und bei schnellen Sprints nur sehr wenig zum Wippen. Blockieren unnötig – so kommt am extrem steifen Stomp Hardtail-Feeling auf.
An der Front lässt es sich mit der untadelig feinen 100mm Magura Durin bestens auch in enge Passagen einzirkeln, beim schnellen Downhill ist sie durchweg spurtreu und berechenbar. 2x10 Gänge reichen Fahrern mit guter Kondition an Srams X0, nur in Sachen Entschleunigung mangelt es den superleichten Marta-SL-Bremsen mit 180er Scheiben etwas an Performance, sobald sie heißgebremst sind. Alles in allem ist das Stomp eine toll verarbeitete Präzisionswaffe mit sehr hohem Spaßfaktor. Der Preis liegt mit 4.899 Euro zu Recht in der Oberliga – dafür gibt’s 10,5 Kilogramm Fully-Fun.
Je nach Geldbeutel lässt sich das Wunsch-Stomp bei Simplon zusammenbasteln. Los gehts mit einem schon recht gut ausgestatteten "Einsteigerfully" für 3199 Euro bis hin zum World Cup Geschoss zu 6899 Euro und einem Top-Gewicht von sehr beachtlichen 9,25 Kilogramm! Alle Bikes basieren auf dem gleichen Hot Melt Carbonrahmen und teilen den Acros Ai-03 Block Lock Steuersatz.
Fazit Der erste Eindruck nach der fast einstündigen Testfahrt war außerordentlich gut. "Am besten gleich behalten oder mal schauen ob das superleichte SSL verfügbar ist." war nach dem Test zu vernehmen. Toller Rahmen mit bester Verarbeitung, stimmige Ausstattungspakete und hohe Fahrdynamik vor allem bergab. Schade nur, dass keine Gabeln mit mehr als 100 Millimeter Federweg zur Auswahl stehen.
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