Schnelle Bergab-Passagen sind das Metier des optisch überzeugenden und preisbewussten Franzosen.
Bei Lapierre heißt der Einstieg ins All-Mountain-Segment Zesty 314. Dies ist das günstigste von fünf Fullys, die vom Einsatzzweck her zwischen „X-Country“ und „Big Mountain“ stehen, wie der französische Hersteller es nennt – will heißen zwischen Cross-Country und Enduro/Freeride/Downhill. Den Superpreis von 2099 Euro sieht man dem mattgrünen Boliden jedoch nur am einfachen Kurbelsatz an – erst einmal bleibt das Auge an den zahlreichen rot eloxierten Alu-Teilen hängen, darunter der Schnellspannhebel am Sattel, das austauschbare Schaltauge sowie die unters Unterrohr geschraubten Zugführungen. Am Rahmen setzen das kantige Hydroforming-Oberrohr sowie die wuchtigen Streben des Hinterbaus Akzente. Versteckt am Tretlagergehäuse findet sich eine ISCG-Aufnahme für eine Kettenführung, die sich freilich nur mit einem oder zwei Kettenblättern montieren lässt. Der Zesty-Rahmen folgt dem bewährten Prinzip des Viergelenkers mit dem hinteren Drehpunkt an der Kettenstrebe vorm Ausfallende (Horst-Link). Ein kleiner Hebel im Rahmendreieck fängt seitliche Verwindungen auf und entlastet das Federbein.
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