Gerade mal 9,69 Kilo bringt das Carbon-Fully auf die Waage, selbst inklusive der mitgelieferten Crank-Brothers-Pedale bleibt man unter der magischen Grenze von zehn Kilo. Das geht natürlich nur mit Leichtbau pur; Carbon an allen Ecken und Enden. Neben dem als Viergelenker ausgelegten Rahmen mit Carbon-Wippe zwischen Hinterbau und Lenker (die der Top-Variante des Score vorbehalten ist) sind das bei diesem Rad auch die Tauchrohre der Gabel, der Dämpfer sowie die Felgen – alles aus dem Hause DT Swiss. Beide Federelemente weisen eine einstellbare Druck- wie Zugstufe auf, überdies einen Lockout – im Fall der Gabel praktischerweise per Schalter am Lenker zu bedienen.
Das Fahrwerk wirkt hinten eher straff, was dem rennmäßigen Charakter des KTM allerdings zugutekommt. Bei jeweils 100 mm Federweg weist das Bike jederzeit genügend Reserven auf. Eine komplette Shimano XTR ziert das KTM, hier sogar inklusive der Scheibenbremsen. Verzögerungs- und Antriebskräfte werden vom Schwalbe Furious Fred übertragen, der mit knapp 300 Gramm so leicht wie mancher Rennradpneu ist. Wegen seines geringen Pannenschutzes empfiehlt der Hersteller die Verwendung eines Reifendichtmittels, was dann natürlich wieder geringfügig mehr Gewicht bedeutet. Abrollverhalten und Haftung auf trockenem Untergrund sind beim Furious Fred jedenfalls top.
Atemberaubende 7.299 Euro rufen die Österreicher für ihr Highend-Fully auf – kein Wunder angesichts dieser Ausstattungsliste. Doch der Score-Traum lässt sich auch deutlich günstiger realisieren: Mit XT-Gruppe und SID-Race-Gabel kostet der Carbonrenner knapp die Hälfte, bei einem erträglichen Mehrgewicht von exakt einem Kilo. „Ready to Race“ ist auch dieses Modell.
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