Schluckfreudiger Tourensportler
Das vielleicht schönste Rad im Testfeld kommt von Ghost. Dunkelblauer, glänzender Lack, eine weiße Gabel und weiße Farbakzente, zu denen auch Bremshebel und Lenkergriffe gehören – da macht das Anschauen richtig Spaß und man bedauert schon die ersten Spuren von Erdreich am Rad. Ghost präsentiert einen typischen Viergelenker mit dreieckiger Umlenkwippe und kräftigem Verstärkungsblech zwischen Ober- und Unterrohr.
Ungewöhnlich ist die gefräste Brücke unten an der rechten Hinterstrebe. Ihr linksseitiges Pendant trägt den Bremssattel – wurde die rechte Brücke nur aus Gründen der Symmetrie ans Rohr geschweißt? Je 120 mm Federweg stecken in Hinterbau und Gabel. Besonders der Rahmen begeistert durch sensibles Ansprechverhalten und lineare Arbeitsweise; er ist so schluckfreudig, dass man sich fast eine langhubigere Gabel dazu wünschen würde. Doch auch so erweist sich das Ghost-Fahrwerk als sehr ausgewogen – das AMR 5700 ist ein komfortables Tourenbike, wie es im Buche steht.
Etwas gespart hat man am einfachen Kurbelsatz, der immerhin von einem XT-Umwerfer bedient wird. Ein seltener Anblick in der Preisklasse um 2000 Euro sind dagegen die Mavic-Systemlaufräder. Grund zur Klage gibt das AMR 5700 nur in ein paar kleinen Dingen. So drehen sich die Lenkergriffe bei kräftigem Zupacken mit; hier sollte man auf geschraubte Exemplare umsteigen. Nicht ganz optimal ist die Führung der hinteren Hydraulikleitung: Die steckt in einem kleinen Gummitönnchen, das wiederum in der Führung am Rahmen sitzt – beziehungsweise eben nicht, da es aus der Führung herausrutscht. Nichts Weltbewegendes also angesichts der überzeugenden Fahreigenschaften des Ghost.
Etwas gespart hat man am einfachen Kurbelsatz, der immerhin von einem XT-Umwerfer bedient wird. Ein seltener Anblick in der Preisklasse um 2000 Euro sind dagegen die Mavic-Systemlaufräder. Grund zur Klage gibt das AMR 5700 nur in ein paar kleinen Dingen. So drehen sich die Lenkergriffe bei kräftigem Zupacken mit; hier sollte man auf geschraubte Exemplare umsteigen. Nicht ganz optimal ist die Führung der hinteren Hydraulikleitung: Die steckt in einem kleinen Gummitönnchen, das wiederum in der Führung am Rahmen sitzt – beziehungsweise eben nicht, da es aus der Führung herausrutscht. Nichts Weltbewegendes also angesichts der überzeugenden Fahreigenschaften des Ghost.

| Preis | 1999 Euro |
| Gewicht (ohne Pedale) | 12,91 kg |
| Rahmen | Alu Viergelenker |
| Dämpfer | X-Fusion O2 PVA |
| Gabel | Fox F-Series RL32 |
| Federweg v/h | 120/120 mm |
| Gruppe | Mix |
| Tretlager | Shimano Deore 542 |
| Schaltung | Sram X.9 Schaltwerk/Hebel Shimano XT Umwerfer |
| Bremsen | Magura Louise |
| Laufräder | Mavic Crossride Disc |
| Bereifung | Schwalbe Rocket Ron 2.25 |
| Lenker | Ritchey Comp |
| Vorbau | Ritchey Comp |
| Sattel | Ghost |
| Stütze | Ritchey Comp |
| Extras | Systemlaufräder |
Fazit Das beste Tourenbike im Test kommt von Ghost. Supersensible Federung, vernünftige Ausstattung – was will man mehr für diesen Preis?
Links
Autor Bertram Bergfeld
Fotos Kai Dudenhöfer photosign.net
Ghost Bikes
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