Nummer 23 lebt – Ritchey Competition von 1983 in Original-Ausstattung
Mountainbike-Legende Thomas Frischknecht lebt den Mythos Mountainbike. Zu Hause in der Schweiz beherbergt er einen MTB-Schatz – Mythos pur! Ein Ritchey Mountainbike aus dem Baujahr 1983 in Originalausstattung. Das gute Stück mit der Seriennummer 23C ist so exklusiv, dass sich Frischis Freund und Rennpartner Tom Ritchey vielleicht sogar noch daran erinnern kann, wie er es persönlich vom Hof rollte …
Als Tom Ritchey 1983 den Rahmen für das Competition auf den Weg brachte, arbeitete das Trio Gary Fisher, Tom Ritchey und Charles Kelly noch zusammen und schuf Räder, die zwar noch ohne Federungselemente auskommen mussten, aber ansonsten jede Menge wegstecken konnten. Die Geschichte des Mountainbikes ist untrennbar mit diesen Pionieren verbunden, doch schon im Jahr 1984
trennten sich die Wege der drei wieder.
Der Begriff Mountainbike geht übrigens auf die seinerzeit von Fisher gegründete Firma „Mountainbike“ zurück, unter dessen Marke die Ritcheybikes vertrieben wurden. Experten erkennen bereits am Rahmenschriftzug das ungefähre Herstellungsdatum. Doch der Rahmen aus Columbus SP-Stahlrohren war nicht alles, was der seinerzeit revolutionäre Tom Ritchey an unserem Oldtimer selbst entwickelt hat. Die Quad Force Bereifung entspringt ebenso einem Design des Amerikaners, wie auch die Moosgummigriffe und der Bremszughalter. Was es nicht gab, musste erfunden werden oder wurde von anderen hellen Köpfen eingekauft.
Für Antrieb und Bremse griff Ritchey über den großen Teich und montierte die aus Frankreich stammenden TA Kurbeln und Mafac-Cantilever-Bremsen, denn die bald darauf folgenden Kopien aus Fernost hatten den Markt noch nicht erreicht. Suntour steuerte zum Comp gleich mehrere Teile bei. So stammen Schaltwerk, Umwerfer, Sattelstütze und Bärentatzen-Pedale aus der Produktion des
damals noch in Japan beheimateten Suntour-Konzerns, der heute in Taiwan residiert. 1983 hätte der heutige Besitzer, Thomas „Frischi“ Frischknecht, mindestens 1999 Dollar ausgeben müssen. Ein stolzer Preis für einen 13-Jährigen, der damals aber schon in den Startlöchern stand und fünf Jahre später auf einem Ritchey-Mountainbike Junioren-Weltmeister wurde.
1995 stellte Ritchey die Produktion von Mountainbikes ein und Frischi raste seitdem mit Scott-Mountainbikes von Sieg zu Sieg. Zum Ende seiner aktiven Karriere widmete ihm Tom Ritchey eine eigene, unverkäufl iche und auf nur 15 Stück limitierte Edition: Das Scott Spark Ltd Frischi-Edition.
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Autor Ingo Kruck
Fotos Kai Dudenhöfer photosign.net
Scott
Thomas Frischknecht
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