Wer ausgereifte Pedal-Systeme sucht ist bei Look eigentlich nie falsch. Ob bei den Rennrad-Pedalen oder eben den Look Quartz fürs Mountainbike - hier trifft ausgereifte Technik auf perfekte Verarbeitung und Qualität.
Nachdem man sich einige Zeit lang auf das Patent der Crank Brothers verlassen hatte und deren Egg Beater unter dem Namen 4x4 vertrieb, gibt es nun seit letzter Saison wieder eine Eigenentwicklung der französischen Ingenieure. Und keine Frage: das Quartz ist ein Schritt nach vorne. Auffälligstes Merkmal sind die großen Pedalkörper aus Polyamid (Quartz) oder Carbon (Quartz Carbon und Carbon Ti). Im Gegensatz zum Vorgänger-Modell 4x4 können sich auf diesen breiten Flächen die Stollen der Mountainbike-Schuhe optimal abstützen, der Fuß steht so wesentlich sicherer auf dem Pedal.
Die eigentlichen Haken sind so nur noch dazu bestimmt eine feste Verbindung herzustellen. Diese Metall-Teile sind elastisch, brauchen also keine zusätzlichen Federn für den Auslöse-Mechanismus. Das spart zum Einen Gewicht und sorgt zum Anderen für eine extrem geringe Anfälligkeit gegenüber Verschmutzung. Am ehesten lässt sich dieses System wohl mit dem Time Atac vergleichen, wobei die wesentlich „ältere" Konkurrenz auch deutlich schwerer ist. Für die Saison 2009 wurde das Klicksystem dann noch einmal kräftig überarbeitet. Die „Kinderkrankheiten" der ersten Generation wie der hakelige Ein- und Ausstieg sind damit nun kein Problem mehr. Im Gegenteil: Der Druckpunkt für den Ausstieg lässt sich fast schon so definiert erfühlen wie bei den Rennrad-Pedalen.
Look Quartz Carbon Ti:

Die Auslösehärte lässt sich prinzipiell nicht einstellen, da es ja keine Feder gibt, deren Vorspannung man verändern könnte. Doch dafür gibt es einen Trick, den man seitens Look auch offiziell in der Bedienungsanleitung preisgibt. Mit den mitgelieferten Unterlegscheiben für die Cleats lässt sich der Abstand der Metallplatten vom Schuh variieren. Das ist eigentlich nötig, um unterschiedlich hohe Stollen auszugleichen. Je näher das Cleat jedoch am Schuh montiert ist, umso schwerer löst das Pedal aus, womit es bei jedem Modell zumindest zwei Einstellungen gibt die funktionieren. Benutzt man beispielsweis die zwei-Millimeter-Unterlegscheibe löst das Pedal leicht aus, mit einem Millimeter wird es nur mit deutlich mehr Kraftaufwand den Fuß wieder frei geben.
Bezüglich der Bewegungsfreiheit gilt ein ähnliches Verfahren. Es sind je zwei Cleats beigelegt, eines mit 20 Grad freiem Drehwinkel, eines mit 15 Grad. Auch hier muss man sich also vor der Fahrt auf eine Variante festlegen, Veränderungen funktionieren nur durch Komplett-Austausch.
Look Quartz:

Das Quartz gibt es in drei verschiedenen Varianten, die man vom Prinzip her auch bei den Keo-Rennrad-Pedalen vorfindet:
Das normale Quartz, mit Stahlachse (ChroMoly) und Kunststoffkörper, das Quartz Carbon mit dem leichteren Körper aus Kohlefaser-Verbundstoff und die teuerste und leichteste Variante Quartz Carbon Ti mit einer Achse aus Titan. Wirklich spürbar sind die Unterschiede nicht, vom Prinzip her sind alle drei Pedale gleich aufgebaut. Lediglich die Waage wird einen Unterschied von 40 Gramm pro Pedal von der schwersten zur teue rsten Variante herausfinden.
Daten:
| Material | Gewicht | Preis | |
| Quartz | Stahl/Polyamid | 325 g | 69 ,- € |
| Quartz Carbon | Stahl/Carbon | 308 g | 119,- € |
| Quartz Carbon Ti | Titan/Carbon | 285 g | 249,- € |
Autor Marco Felgenhauer
Fotos Marco Felgenhauer
Weitere Informationen
Look
Nach der Eurobike, wahrscheinlich im Oktober, ist es endlich soweit. Mit d...
Wenn man am Hinterrad herumschrauben will oder die Kassett...
Dies sind die Bikes, mit denen Rennen gewonnen werden – und zwar nicht irg...
Eine großartige Methode, um einem Hardtail deutlich mehr Komfort zu ...
Ein wahres Neuheiten-Feuerwerk zündet Komponenten-Gigant Shimano für 2012: Ab ...
Auch wenn es im Bikesport um weniger Geld geht: Frei von Doping ist er ebenso ...
Ihren Ursprung nahm die „GraVity Card“ vor drei Jahren in Österreich: Fünf...
| < Zurück | Weiter > |
|---|





