Der Scheibenwechsel bei Fahrrad-Brillen war vor kurzem hier ein Thema, bei der ArcTerra von Specialized nicht mehr. Mit den Adapatlite Gläsern erübrigt sich die Wahl der richtigen Tönung, die schlaue Brille erledigt das selbst.
Photochromatisch heißt der Effekt, wenn Brillengläser sich von selbst verdunkeln. Das funktioniert helligkeits- und temperaturabhängig, wobei ersteres gewollt, letzteres ein eher hinderlicher Nebeneffekt ist: UV-Licht sorgt dafür, dass sich die Scheiben von selbst tönen und sich so den jeweiligen Begebenheiten anpassen. Das geht so schnell, dass man nach kurzer Zeit der Gewöhnung die Übergänge von dunkel nach hell (oder umgekehrt) gar nicht mehr bemerkt. Leider klappt das am besten bei niedrigen Temperaturen, also eher dann, wenn gleißendes Licht sowieso unwahrscheinlicher ist (vom Skisport einmal abgesehen). Wird es draußen richtig warm, ist der Tönungseffekt weniger stark ausgeprägt, was aber trotzdem für helle Sommertage ausreicht. Im Auto passiert übrigens überhaupt nichts, zumindest sofern man nicht im Cabrio sitzt. Hinter Glas fehlt einfach die nötige UV-Strahlung!
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Doch hier geht es ja ums Radfahren und dafür ist die ArcTerra ideal geeignet. Die einteilige Scheibe ist fest mit dem Rahmen verschraubt - wechseln muss man ja nicht - womit man einen sehr dünnen Metall-Rahmen verwenden konnte. Das Sichtfeld ist damit hervorragend groß und im unteren Teil nicht durch einen Rahmen begrenzt, was viele Profis bevorzugen. Gelenke, oftmals das schwächste Glied einer Sportbrille, sucht man an der ArcTerra dagegen vergebens. Die Bügel sind feststehend und recht stark vorgebogen, was für einen sicheren Sitz auf dem Kopf sorgt. Den leichten Druck über den Ohren muss man aber mögen. Ebenso die Tatsache, dass sich die Brille damit nur schlecht in der Trikottasche und sonst nur in einem speziellen Etui transportieren lässt. Doch das hat auch ein Modell eines anderen großen amerikanischen Herstellers nicht daran gehindert, ein Kultobjekt zu werden.
Für die Rennradfahrer gibt es übrigens das Modell Arc II, mit etwas anders geformter Scheibe und noch leichterem Metallgestell. Wesentlich wichtiger ist aber der Unterschied beim Tönungsgrad: die ArcTerra lässt zwischen 78 und 22 Prozent des Lichtes durch, bei der Arc II sind es nur 39 bis 12 Prozent, was wesentlich mehr den Anforderung des Straßenradsports entspricht.
Preis für ArcTerra und Arc II: 149,90 €
Autor Marco Felgenhauer
Fotos Marco Felgenhauer
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