
Vorsicht, Rotwild im Forst! So hieß es auch, als wir mit dem C.1 Pro auf unserem ausgewogenen Testparcours unterwegs waren.
Das Viergelenker-Alu-Modell mit der mittelpreisigen und vollkommen ausreichenden Pro-Ausstattung wirkt angenehm kompakt und wartet mit einigen typischen Merkmalen auf, die man an einem Rotwild einfach erwartet.
So hat man sich über die Jahre an ein sehr tief abfallendes Oberrohr gewöhnt, das dank Hydroforming-Verfahren an zwei Punkten das Sattelrohr stützt und zum Steuerrohr hin seinen Durchmesser ordentlich erweitert. Hydroforming, Tubeshaping, Conification – viele Begriffe, ein Ergebnis: Es schaut toll aus. Dazu kommt die für die Premiumklasse, in der Rotwild rangiert, beanstandungsfreie Verarbeitung mit perfekten Schweißnähten, sehr sauberer Lackierarbeit und aufwändigen Decals unter dem Klarlack.
Im Fahrbetrieb erweist sich die „XMS – Cross Mountain Federungssystem“ getaufte Technologie in Zusammenarbeit mit der 120er Fox-Gabel als sehr fähig. Auch Rotwild hat bei der Wahl des Dämpfers zu einer Boost-Valve/Pro-Pedal-Version gegriffen, die einst für den harten Einsatz im Downhill entwickelt wurde und nun erfolgreich im Cross-Country und All-Mountain-Revier wildert. Rotwilds axial einstellbares Hauptschwingenlager mit XMS-Wippe und der Fox-Dämpfer reagieren beim harten Aufsetzen weitaus toleranter als in der Vergangenheit und erlauben dem Cross-Country-Fahrer so den ein oder anderen Ausfl ug – im wahrsten Sinne des Wortes.
Mit Pedalen lag unser Testbike bei 12,3 Kilo, blieb dabei aber erfreulich agil und auch auf engem Raum sehr gut beherrschbar. Schnelle Downhills auf Waldboden und Schotter gehören auch wegen der gestreckten Sitzposition zu den Spezialitäten des C.1 Pro. „Pro“ bedeutet bei Rotwild XT. Die Shimano-Gruppe findet sich dementsprechend im gesamten
Antriebssystem, während die Formula RX20 mit zwei 180-mm-Bremsscheiben für das Verzögern abgestellt wurde. Die hintere Hydraulikleitung verläuft dabei von unten an der Innenseite der Strebe zur Bremse – ungewöhnlich, aber kein Sicherheitsrisiko. Rotatorisch gesehen gibt’s einen Satz feiner DT Swiss-Laufräder mit RWS-Spannern, dazu den Mountain King von Conti, der für den Einsatzzweck des C.1 die richtige Wahl ist.
Weiterführende Links
Rotwild
Nach der Eurobike, wahrscheinlich im Oktober, ist es endlich soweit. Mit d...
Dies sind die Bikes, mit denen Rennen gewonnen werden – und zwar nicht irg...
Ihren Ursprung nahm die „GraVity Card“ vor drei Jahren in Österreich: Fünf...
Dein Bike knirscht und knarzt, wenn du in die Kurve fährst, ...
Am Rennrad sammelte der Carbon-Laufradsatz "Schwarzbrenner" von Tune b...
Bei den Herstellern von Fahrrad-Bekleidung war die neuseeländische Firma I...
Fünf Hardtail MTBs unter 1.500 Euro, die ihr Geld wert sind. Hie...
In der Preisklasse bis 1200 Euro wurde es bei der Suche nach e...
| < Zurück | Weiter > |
|---|





