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Merida O.9 Team D

Dienstag, den 08. Dezember 2009 um 15:17 Uhr 0 Kommentare
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Merida O.9 Team D

Oh nein! Die Team-D-Ausführung des O.9 verzichtet auf die Edelgruppe XX und setzt auf einen etwas wilden XTR/X.0/FSA/Avid-Mix.

Der Unterschied ist auf der Waage natürlich deutlich sichtbar: 8,7 Kilogramm – aber immer noch verdammt leicht und gut für’s Portemonnaie, so bleiben nämlich „nur“ 4699 Euro auf der Strecke, während das Arbeitsgerät der Profi s mit astronomischen 6999 Euro die Nase oben hält.

Das klingt nun so, als erhalte man eine krass abgespeckte Variante, die nicht mehr konkurrenzfähig ist. Falsch: Auch das Team D ist für die Rennstrecke gebaut und würde so manchem Profi gut schmecken, von Amateuren und Jedermännern ganz zu schweigen. Der teamgrüne und vor allem am BB30-Tretlager supersteife Carbon-Rahmen, mit nur wenig mehr als 900 Gramm (!), ist ein echter Rennprügel.

 
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Eine deutliche Sprache spricht auch die Manitou-Gabel R7 mit der Minimalausstattung von 80 Millimetern Federweg – fein ansprechend, sehr straff und blockierbar. Damit fällt das Merida deutlich aus dem Rahmen des sonst mit Fox-Gabeln gespickten Testfeldes. Unser erster Eindruck bestätigte sich im Gelände: hart, direkt, extrem agil und wendig, dabei mit überschaubarem Komfort. Immerhin fl exte die 27,2-mm-Sattelstütze gut und besserte das Fahrbild deutlich auf. Wer mit dem O.Nine cruisen will, sollte das ruhig tun; Spaß kommt aber erst auf, wenn die Strecke auf und ab geht, technische Finesse erfordert und vor allem ein kurzer Uphill oberhalb der 25-Prozent-Steigungsmarke auf dem Programm steht. Nur mit Mühe ließ sich das fette Grinsen aus dem Redakteursgesicht wieder entspannen.

Technisch sind die „K-Force Light“-Komponenten eine gute Wahl, optisch passen sie nicht so recht an das grüne Rad. Gäbe es die gleiche Lackoption wie beim Topmodell XX in Schwarz-Weiß-Rot, hätten wir nichts zu meckern. Etwas Kritik muss Merida auch bei dem wirklich wilden Komponentenmix einstecken. Zwar funktioniert diese Kombination problemlos, hinterlässt aber auch eine etwas zerrissene Optik, und wir wagen zu bezweifeln, dass etwas mehr Sortenreinheit zu Übergewicht geführt hätte. Für die mitgelieferten Eggbeater-Ti-Pedale ist auf der anderen Seite wieder ein Bonuspunkt zu verteilen, den wir für die Monorail-Bereifung von Maxxis wieder abziehen, denn der Reifen konnte uns in engen Kurven und auch beim Driften nicht überzeugen.

 
Fazit Wer richtig schnell unterwegs sein will, muss Kompromisse machen. So gibt sich das O.9 Team D als echte Rennfeile um es den Jungs oder Mädels einmal richtig zu zeigen und sich unbeliebt zu machen. Ein Hammer!
 

Foto-Copyrights Fotos Marco Felgenhauer
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Schlagwörter: 0.9 Team D, Fahrbericht, MTB, Merida O.9 Team D, Test
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