Ein Bike mit Kultcharakter! Keine Angst, für derart platte Aussagen sind wir nicht veranwortlich; der Satz steht im Ghost-Katalog direkt beim AMR 7500.
Zumindest hat das Teil das Zeug zum Verkaufsschlager, schließlich ist die 120er All-Mountain-Klasse eine der flexibelsten überhaupt. Lange Touren und knifflige Trails sind eine Domäne des 7500ers, keine Frage. Abgesehen davon wollte man dieses Bike seitens Ghost auch auf den Marathon-Einsatz trimmen. Am auffälligsten zeigt sich der Spagat wohl an den Federelementen. Die Gabeln der „Fox 32 F“-Serie wurden aus dem Rennsport heraus entwickelt, die FIT RLC mit 120 Millimeter Federweg ist dabei die längste Variante.
Um die All-Mountain-Qualitäten zu unterstreichen, wählte man für das AMR die 15-Millimeter-Steckachsen-Variante mit Schnellspanner – mehr Steifigkeit und Stabilität am Vorderrad sind das Ergebnis. Dafür lassen sich mit dem serienmäßigen Remote Lockout auch lange Anstiege wippfrei absolvieren. Ähnliches gilt für den Fox-Float-Dämpfer: Leichtbau, Lockout und 120 Millimeter Federweg gehen hier Hand in Hand und bieten damit Flexibilität pur.Dass auch die Shimano XT für Renneinsätze geeignet ist, bräuchte man ja eigentlich nicht extra erwähnen, dass keine versteckten Gruppen- Mischungen verbaut wurden, schon. Selbst bei den Bremsen kommen japanische Allround- und High-End-Komponenten zum Einsatz, verbaut mit 180er Scheiben. Lange Downhills, schwere Fahrer, harte Bremsmanöver – das Ghost kann so etwas nicht aus der Ruhe bringen. Gleiches gilt für die eher unspektakulären Ritchey-Bauteile aus der Comp-Serie, die in Sachen Qualität perfekt mit der XT harmonieren.
Bleiben noch die Laufräder: Die SX44-Felgen von Alex Rims sind speziell auf die Kombination aus All-Mountain und Marathon getrimmt, dazu kommen zuverlässige DT-Swiss-Speichen und, logisch, XT-Naben. Leicht, zuverlässig und schnell sind die passenden Attribute. Ähnliches gilt für den Nobby Nic von Schwalbe, der mit 2,25 Zoll Breite genau die richtige Mischung aus Komfort, Grip und Speed für dieses Allround-Bike bietet. Die Waage bleibt übrigens bei sicherlich renntauglichen 12,4 Kilogramm stehen – nicht schlecht für ein derart gut bestücktes Fully.
Fotos Marco Felgenhauer
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