Was die Auswahl des richtigen Rades anbelangt, haben es die Damen grundsätzlich etwas leichter – natürlich nicht nur bei Ghost. In der All-Mountain-Kategorie stehen hier genau zwei Bikes zur Auswahl: Das bereits als Herrenversion vorgestellte 7500er und das günstigere 5700er.
Die Unterschiede sind allerdings denkbar gering. 120 Millimeter bieten beide Versionen, am Hinterbau sogar mit dem gleichen Fox-Float-Dämpfer. Vorne arbeitet dagegen die etwas einfachere Fox 32 F RL, wobei man hier lediglich auf feine Innovationen verzichten muss. „Ausgereifte Technik“ würde man im Marketing wohl zu den verwendeten Features wie dem althergebrachten Remote Lockout sagen.
Dass auch auf die Steckachse zugunsten eines Neun-Millimeter-Schnellspanners verzichtet wurde, dürfte einer echten Miss-Bikerin kaum auffallen. Geringe Abstriche bei der Steifgkeit an der Federgabel werden durch das einfachere Handling fast schon wieder aufgefangen. Wo sonst noch gespart wurde? Hauptsächlich an den starren Anbauteilen. Mit dem Verzicht auf den Namen Ritchey wurde bestenfalls am Prestige gegeizt, rein funktionell machen die hauseigenen Ghost-Teile keinen Unterschied. Ob nun Vorbau, Lenker und Sattelstütze stark zu den 400 Gramm Mehrgewicht beitragen, sei einmal dahingestellt. Ein Teil des Zusatzgewichts wird auch von SLX-Gruppe kommen, mit der gekurbelt, geschaltet und gebremst wird. Technisch bringt das kaum Nachteile und rein optisch wirkt die günstigere Gruppe sogar deutlich moderner. Lediglich das XT Schaltwerk überdauerte die Sparmaßnahmen, ein nicht unüblicher Mix in dieser Preisklasse.
Woher das zusätzliche Gewicht auch stammen mag, die Ausrichtung geht nun wesentlich deutlicher in Richtung sportliches Tourenrad als beim agileren 7500er. Gerade in Sachen Beschleunigung hinkt das günstigere Modell etwas hinterher. Dem Spaß auf kniffligen Trails braucht man sich davon jedoch nicht vermiesen lassen. Glücklicherweise wurde nämlich nicht auf den Grip der 2,25 Zoll breiten Nobby Nics verzichtet, die gemeinsam mit Mavics Crossride Laufrädern für Vortrieb und ausreichend Kurvenstabilität sorgen. Gut, dass bei so wenigen Unterschieden nur zwei Räder zu Auswahl stehen.
Fotos Marco Felgenhauer
Icons Pinvoke
Weiterführende Links
Ghost
Dies sind die Bikes, mit denen Rennen gewonnen werden – und zwar nicht irg...
Bei den Herstellern von Fahrrad-Bekleidung war die neuseeländische Firma I...
Fünf Hardtail MTBs unter 1.500 Euro, die ihr Geld wert sind. Hie...
In der Preisklasse bis 1200 Euro wurde es bei der Suche nach e...
Gibt's es eigentlich nur im Baumarkt günstige E-Bikes? Nein - do...
Die Anforderungen an eine MTB-Sattelstütze sind klar: Sie muss...
Passend zum vorherigen Artikel über selbstheilende Fahrradschläuche ...
Nach einem Sturz beim Training im letzten Monat setzt Taylor P...
| < Zurück | Weiter > |
|---|





