UPCT? Ein kryptischeres Kürzel hätten sich die Jungs von Univega kaum ausdenken können für ihr Highend-Carbon-Fully. Im Endeffekt steckt allerdings eine recht logische
Bezeichnung dahinter:
Univega Pro Cycling Team. Auf diesem Boliden ist also die hauseigene Profimannschaft unterwegs; bezüglich des Einsatzzweckes braucht man an dieser Stelle also nicht mehr viele Worte verlieren. Das Alpina SL UPCT ist auf den Rennstrecken dieser Welt zu Hause. Entsprechend straff ist das Fahrwerk ausgelegt. Vorne sorgt die Fox Gabel der 32-F-Serie für etwas Komfort und vor allem für Bodenkontakt in schnellen Kurven. Die 100 Millimeter reichen dafür bestens aus; für die meisten Racer wird sowieso der Lockout-Hebel das wichtigste Feature der Forke sein. Gleiches gilt für den Dämpfer: 100 Millimeter Federweg, Lockout und wenig Gewicht sind überzeugende Argumente für den Fox Float RP23.
Auch bei den Schalt- und Antriebskomponenten herrscht eine ähnliche Einigkeit: Shimano XTR, so weit das Auge reicht. Zur Performance der Top-Gruppe gibt es nicht mehr viel zu sagen. Das Schöne an so einem Team-Bike ist jedoch, dass nicht versucht wird, mit einem Komponenten-Mix zu sparen. Lediglich bei den Bremsen vertraute man komplett auf die Konkurrenz von Sram, wobei die Avid Elixir CR den XTR-Stoppern locker das Wasser reichen kann.Abgesehen von den Laufrädern besteht der restliche Teil des Rades fast ausschließlich aus Kohlefaser. Angefangen beim Hauptrahmen, über die Umlenkwippe bis hin zum Hinterbau schimmert all das graumeliert, was nicht vom Lack der Teamfarben überdeckt ist. Hinzu kommen Anbauteile aus der FSA-K-Force-Gruppe sowie der Noir-Lenker von Truvativ – ein Überbleibsel aus der Zeit, als man noch mehr auf Komponenten aus dem Hause Sram vertraute. Oder soll das Teil besonders gut zu den Avid-Bremsen passen?
Bliebe noch ein sehr wesentlicher Bestandteil, nämlich der rotierende Part. Hier vertraut man auf die Crossmax-SLR-Systemlaufräder von Mavic, ein echt legendäres Ensemble aus Aluminium. Für Grip sorgt Schwalbes neueste Kreation auf der Rennstrecke, der Rocket Ron: hervorragende Selbstreinigung und damit richtig Biss auch bei matschiger Strecke, dabei auch noch richtig leicht, also genau das, was der UPCT-Pilot erwartet.
Autor Marco Felgenhauer
Fotos Marco Felgenhauer
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