Dass die Bikes der Fuel EX
Serie so gut ankommen, ist kein Zufall. Mit dem Image des US-Herstellers hat dieser Erfolg nur am Rande zu tun; vielmehr ist es die auf eine Vielzahl von Einsatzzwecken ausgelegte Nutzbarkeit der EX-Modelle, die Mountainbiker rund um den Globus begeistert.
Nicht zuletzt gelingt es Trek mit günstigen Einstandspreisen (Fuel EX 5: 1499 Euro), das Konzept auch genussorientierten, weniger ambitionierten Bikern zugänglich zu machen – Fahrer, die sich dann vielleicht immer stärker fürs Biken begeistern und irgendwann auf ein höherklassiges Modell umsteigen. Und nicht zuletzt sorgen zwei WSD-Modelle – das Kürzel steht für Woman Specific Design – dafür, dass auch weibliche Offroad-Fans auf ihre Kosten kommen – und bikende Paare mit Hang zum Partnerlook gleichwertige, dabei jedoch individuell passende Räder fahren können.
Die von uns georderte Paarung besteht aus dem Fuel EX
9 und dem EX 8 WSD – wobei wir (vielleicht irrtümlicherweise) annehmen wollen, dass „er“ dazu neigt, ein etwas besser ausgestattetes Rad fahren zu wollen als seine Partnerin. Die wichtigsten Merkmale des Fuel EX
finden sich allerdings auch am um immerhin 500 Euro preiswerteren EX 8: gleiches Antriebskonzept, konisches Steuerrohr, Magnesium-Umlenkhebel am Hinterbau und hochwertige Federelemente, wobei die Gabel des EX 9 zusätzlich über eine justierbare Druckstufendämpfung verfügt und das Vorderrad per superstabiler Steckachse hält. Beide Räder kommen mit „Sag indicator“ zur Bestimmung des Negativfederwegs, sprich des Einsinkens der Federung beim Aufsitzen.
Die Unterschiede bei der Komplettierung sind deutlich sichtbar – das Fuel EX
9 ist alles in allem liebevoller gestaltet mit eloxierten Kleinteilen, einem optisch dazu passenden X.0-Schaltwerk in Orange und dem auffälligen Weiß an Gabel, Cockpit und dem Evo-Umlenkhebel. Immerhin muss sich Trek nicht den Vorwurf gefallen lassen, das Thema Frauen-Bike auf rosa Dekor am Rahmen zu beschränken – abgesehen vom weichen, eher breiten Sattel liegt der Hauptunterschied der WSD-Modelle im rund zwei Zentimeter kürzeren Oberrohr. Zusätzlich wird dem Damenmodell ein kleines Spacertürmchen unterm Vorbau gegönnt, das die Sitzhaltung noch einmal aufrechter macht.
Der Verzicht auf die typischen Blumenmotive und ähnliche Spielereien auf den Frauen-Fuels macht diese Bikes auch für komfortbewusste Männer interessant, die sich ihr Tourenfully noch ein wenig kompakter wünschen; allerdings ist bei 17,5 Zoll Rahmengröße Schluss. Apropos: Überraschenderweise liegen unsere gleich großen Testbikes im Gewicht nur um 300 Gramm auseinander, was das günstigere Fuel EX
8 natürlich noch interessanter macht.
Zumal sich dieses Bike auch in Sachen Komponenten nicht zu verstecken braucht: komplette XT, Bontrager-Laufräder mit Schwalbe Rocket Ron – alles langlebig und funktional also. Vielleicht hat „sie“ bei unserem Fully-Paar letztlich den besseren Deal gemacht.
Fotos Kai Dudenhöfer
Icons Pinvoke
Weiterführende Links
Trek Bikes
Nach der Eurobike, wahrscheinlich im Oktober, ist es endlich soweit. Mit d...
Wenn man am Hinterrad herumschrauben will oder die Kassett...
Dies sind die Bikes, mit denen Rennen gewonnen werden – und zwar nicht irg...
Eine großartige Methode, um einem Hardtail deutlich mehr Komfort zu ...
Auch wenn es im Bikesport um weniger Geld geht: Frei von Doping ist er ebenso ...
| < Zurück | Weiter > |
|---|





