Der dänische Hersteller Pronghorn schickt ein leichtes Tourenbike mit sportlich-knappen Federwegen ins Rennen. Etwas über 11,5 Kilo, vorne 100, hinten in unserer Rahmenhöhe 104 mm Weg, das sind die Eckdaten des auf dem „XC Race Alloy“-Rahmen basierenden Modells.
Abgesehen vom geringen Gewicht kann der Pronghorn-Rahmen mit interessanten Details aufwarten: innenverlegte Schaltzüge im Oberrohr, elegant geschwungene Umlenkwippe oben am Dämpfer, der dazu auch noch oberhalb des Oberrohrs liegt – ohne Frage eine eigenständige Optik, die polarisiert.
Der Hinterbau des Dänen-Fullys ist als typischer Viergelenker ausgelegt mit dem hinteren Drehpunkt an der Kettenstrebe, also unterhalb der Hinterradachse. Die Dämpferposition hat Vorteile in Sachen Verschmutzung, wie es allerdings aussieht, wenn man mal unsanft auf dem Oberrohr landet, ist eine andere Frage.
Der Lockouthebel des DT-Swiss-Dämpfers ist gut erreichbar, dessen Performance leidet etwas unter der kombinierten Zug/Druckstufenverstellung – siehe KTM Lycan. Die hochwertige Magura-Gabel, kein alltäglicher Anblick auf dem MTB-Markt, muss den Vergleich mit der Konkurrenz nicht scheuen – sensibel arbeitend und mit den üblichen Einstellmöglichkeiten, macht sie am Pronghorn viel Freude. Ihr Remote-Lockout war am Testrad allerdings etwas ungünstig montiert und stand zu weit ab.
Die dreifach geschraubten Griffe klemmen absolut verdrehsicher am Lenker. Zu den Highlights des Pronghorn gehören die DT-Swiss-Laufräder mit den ungewöhnlichen Schnellspannnern des schweizerischen Herstellers: Bei diesen wird der Spanner nicht mehr umgelegt, sondern à la Flügelmutter gedreht, bis das Laufrad klemmt. Anschließend kann der Hebel leicht nach außen gezogen und in die optimale Position gebracht werden.
Fotos Kai Dudenhöfer
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