Die besten Teile sind oft die ganz kleinen, die kaum auffallen und einfach ihren unspektakulären Dienst verrichten. Kettenfänger gehören sicherlich in diese Kategorie: einmal montiert, nie mehr beachtet und trotzdem ein sinnvolles Accessoire für jedes Fahrrad. Zumindest gibt es nun auch optisch ansprechende Alternativen, so wie der Chain Catcher von Rotor.
Keine Frage, dreifach-Kurbeln am Mountainbike und Kompakt-Kurbeln am Rennrad mit großen Sprüngen zwischen den einzelnen Kettenblättern fördern die Gefahr von Kettenklemmern zwischen Kurbel und Rahmen. Fällt der Antriebsstrang erst einmal vom kleinen Blatt, drohen Schäden an Rahmen und Kurbel, vom nervigen Befreien der schmutzigen Kette ganz zu schweigen. Kettenfänger leisten da gute Arbeit, doch die hässlich Plastik-Nasen, die in den letzte Jahren vermehrt an die Räder geschraubt wurden kann ja echt keiner mehr sehen. Kein Wunder, dass sich gerade die Spanier von Rotor Gedanken über schöneres Design gemacht haben, deren ovale Kettenblätter sind schließlich besonders anfällig für „Chain Sucks“.
Das hübsch gefräste Alu-Teil wird dabei nicht am Rahmen befestigt, sondern gemeinsam mit dem Umwerfer an die Klemmschelle oder die Anlöt-Befestigung geschraubt. Eine zusätzliche Schraube ist damit nicht nötig, was Gewicht spart aber auch Einschränkungen mit sich bringt. An Umwerfern mit fester Schelle passt dieser Kettenfänger leider nicht.
Fazit: Ein kleiner, enorm praktischer Helfer, der die nervigen Kettenklemmer wirksam verhindert. Und unauffällig ist das rot eloxierte Rotor-Teil keinesfalls.
Preis: 22 Euro
Gewicht: 5 Gramm
Fotos Marco Felgenhauer
Icons Pinvoke
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Rotor
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