Etwas früh kam der Winter in diesem Jahr und so stellt sich die Frage schon im Oktober: Fahrrad einmotten oder lieber winterfest machen? Wir haben uns für letzteres entschieden und eines der „Traumräder“ entsprechend hergerichtet.
Spritzwasser, Schneematsch, Streusalz. Schön zu wissen, dass das alles einem Titan-Rahmen wenig anhaben kann. So mag es zwar etwas dekadent erscheinen, mit einem Seven Elium Race im Winter seine Trainingsrunden zu drehen. Andererseits war das Teil teuer genug um nicht ein halbes Jahr im Keller rum zu stehen. Mit ein paar Anbauteilen war das Seven dann auch bereit für den harten Einsatz in der kalten Jahreszeit:
Am Rennrad gerne unterschätzt, eigentlich aber eines der wichtigsten Bauteile im Winter sind passende Reifen. Ausreichend Grip haben viele, selbst Slicks sind von der Gummi-Mischung her auch bei kühlen Temperaturen geeignet. Lediglich bei viel Wasser auf der Straße sind profilierte Pneus ein Stück besser und so haben wir uns für den Vittoria Revo KXS entschieden. Der bietet beides, Slick auf der einen, Regenreifen auf der andere Seite des Mantels. Darüber hinaus entsteht durch die doppelte Lauffläche auch doppelter Pannenschutz - ideal bei schmutzigen Straßen.
Damit der Dreck nicht beim Fahrer landet sorgt hinten ein SKS Raceblade für Schutz. Das blütenweiße Teil ist extrem schnell montiert, so dass man bei entsprechender Wetterlage auch leicht darauf verzichten kann. Notwendig ist das jedoch nicht, die paar Gramm fallen kaum ins Gewicht, halten den Schmutz aber zuverlässig weg vom Fahrer. Das wäre auch am Vorderrad ideal, doch leider passt das Raceblade nicht an jede Gabel. Vor allem an Modellen mit Geraden Scheiden ist der Winkel meist zu flach, das Schutzblech würde am Reifen schleifen. Daher fiel die Wahl auf das Zéfal Croozer Road, ein Dirtboard, das am Unterrohr montiert wird. Das schützt zwar nur beim geradeaus-Fahren, klappert dafür aber nicht am Reifen, wenn die Fahrt mal unruhig wird.
Bleibt ein letztes Problem während der Winterzeit: die Dunkelheit. Als zuverlässigen Partner wollen wir hier die Supernova E3 mit SON-Nabendynamo empfehlen. Wieso? Die Lampe ist immer einsatzbereit, kein Akku hängt irgendwo am Rahmen rum und ein extrem elegantes Rücklicht ist auch noch mit dabei. Und keine Angst: im Stand hält ein im Lampenkopf integrierter Akku die Lampe am Leuchten, so dass auch bei Ampelstopps keine Gefahr entsteht. Lediglich steile Anstiege sollte man vermeiden: bei langsamer Fahrt wird der LED-Strahler zur Funzel. Doch das macht ja sowieso keiner zur Zeit des Grundlagentrainings.
| Gewicht | Preis | |
| Supernova E3 mit SON-Dynamo-Laufrad | 1124 g | 489,00 € |
| Vittoria Revo KXS (Paar) | 558 g | 105,90 € |
| SKS Raceblade (nur im Set erhältlich) | 297 g | 44,99 € |
| Zéfal Croozer Road | 60 g | 7,99 € |
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Autor Marco Felgenhauer
Fotos Marco Felgenhauer