Auf der Eurobike stellte Look das neue Spitzenmodell Kéo Blade Ti vor. Auf den ersten Blick schaut "die Klinge" aus wie eine an der Spitze etwas verbreiterte Version des Kéo 2 Max mit Edelstahleinlage.
Der wirkliche Clou findet sich auf der Unterseite des High-Tech-Pedals ...
Dreht man das Pedal um, fällt nicht nur ein Carbonstreifen mit rotem oder gelbem Label auf, sondern auch die fehlende Spannfeder für den Klemm- und Auslösemechanismus. Zwischen diesen beiden Punkten gibt es einen unmittelbaren Zusammenhang, denn die in zwei verschiedenen Härtegraden erhältlichen Carbonstreifen (Blades) ersetzen die Feder.
Härtegrad 12 mit gelber Markierung soll laut Look für die meisten Fahrer die richtige Lösung sein, während die rot markierte Klinge (Härte 16) für Fahrer mit festen Bindungsabsichten gedacht ist.
Wo ist nun der Vorteil dieser High-Tech Spielerei aus Frankreich? Nun, das Gewicht kann es kaum sein, denn gegenüber dem bisherigen Topmodell mit Titanachse, dem Kéo Carbon HM Ti, gibt es keinen nennenswerten Vorteil. Da die Gewichte bei Carbonprodukten immer ein wenig schwankt, sprechen wir hier von ein, zwei Gramm Unterschied zugunsten des Blade. In Konkurrenz zum Kéo 2 Max sind es schon etwa 27 Gramm pro Pedal - allerdings auch zum doppelten Preis. Für Leichtbaufreaks ein Argument, doch auch auf der technischen Seite soll das Blade Vorteile bieten.
Mit einem herrkömmlichen Federpedal hakelt es beim Ein- und Ausklicken schon mal, daneben kennt wohl jeder von uns Rennradfahrern das Problem undefinerter Positionen zwischen Platte und Pedal. Solche Situationen kommen zum Beispiel im Straßenverkehr mit diversen Haltepunkten an Ampeln und Einmündungen recht oft vor. Man bereitet sich auf das Ausklicken vor, wartet aber noch bis zum vollständigen herausdrehen. In diesem Fall befindet sich die Pedalplatte in einem ungewissen Stadium - nicht voill eingeklickt und auch nicht gelöst, das kann zum Hakeln und ungeplantem Aktionismus führen. Mit Blade gibt es einen sehr flüssigen Ein- und Ausstieg, da die Klingen sich bei Druck auf die Enden linear biegen und keine Progression aufweisen, wie das bei Federn der Fall ist. Resultat sind zwei Positionen, entweder man ist drin oder eben draußen - klare Verhältnisse.
Ob das alles in der Praxis so funktioniert wie die Techniker bei Look saegen, werden wir mit einem ersten Testmuster im Dezember prüfen und darüber berichten. Erhältlich sind die Blades ab Dezember/Januar im deutschen Fachhandel.
Fotos Look
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