
Mit dem Dune R bringen die Spanier ein angesichts seines Preises recht leichtgewichtiges Bike, das sich in Sachen Federweg nach mehr anfühlt. Den Test des Mondraker Dune R aus der WOMB 2/2011 gibt's Online kostenlos zu lesen.
DER RAHMEN
Aufwendig, aber sehr durchdacht und aufgeräumt erscheint der Rahmen des Dune. Wie auch schon beim Downhiller Summum setzt Mondraker bei dieser Modellreihe erneut auf ein sehr tiefes Tretlager.
Das Zero Suspension System bietet einen Federweg von glatten 160 Millimetern; das Federbein ist dabei „schwimmend“ gelagert, was bedeutet, dass es an den beiden Umlenkwippen des Parallelogrammsystems befestigt ist und somit von beiden Seiten komprimiert wird. Durch die kompakte Bauweise im Tretlagerbereich ist eine spezielle Aufnahme für den Umwerfer nötig. Shimano sei dank gibt es seit kurzer Zeit den sogenannten DMD-Umwerfer. Dieser wird an einer dafür vorgesehenen Platte direkt montiert und bietet somit mehr Platz für die Federung.
In Spanien, dem Geburtsland von Mondraker, mag es zwar immer trocken sein, aber im teilweise nassen und dreckigen Mitteleuropa wäre ein Spritzschutz für das Federbein angebracht. Nicht jeder findet es cool, an einem 160-Millimeter-Bike einen Flaschenhalter zu montieren, aber wer nach Feierabend auf den Bock springt, um schnell noch durch den Wald zu heizen, ist von der Montagemöglichkeit, die der Rahmen bietet, sicherlich angetan.
DIE AUSSTATTUNG
Trotz der mittelklassigen Ausstattung und keinen überaus leichtgewichtigen Bauteilen bis auf die Felgen bringt es das Dune R auf ein gutes Gesamtgewicht von 14 Kilogramm. Der wilde Mix von Shimano- und Sram-Schaltkomponenten funktioniert einwandfrei; die X.7- und SLX-Teile gehen angesichts des Komplettpreises in Ordnung. Bei den Felgen und auch bei der Kurbel ohne Kettenführung spricht Mondraker eher die tourenorientieren Fahrer an. Die DT X430 ist eine hochwertige Felge, aber mit ihrer Baubreite von 24 Millimetern definitiv nichts für den Park. Wer das vorhat, sollte sich eventuell einen zweiten Laufradsatz zulegen und eine schaltbare Kettenführung montieren.
Der 710 Millimeter breite und superflache Onoff-Lenker sorgt für eine tiefe Front. Optisch nicht jedermanns Sache, aber durchaus stylisch sind die purple eloxierten Naben, der hintere Schnellspanner und die Klemmringe der Griffe. Bei der Gabel handelt es sich um die 36er-Fox Float R mit fixen 160 Millimeter Federweg, die in der Federhärte über den Luftdruck und von außen in der Zugstufe einstellbar ist. Das RP2 Federbein von Fox hat ebenfalls eine einstellbare Zugstufe, und die Plattformdämpfung kann zu- oder abgeschaltet werden.
AUF DEM TRAIL
160 Millimeter Federweg und dabei die Gabel ohne Absenkfunktion – für viele ist das ein No-go. Tritt man aber mit dem Dune die ersten Steigungen auf dem kleinen Blatt hoch, stellt man schnell fest, dass es mit etwas Übung auch ohne geht. Dazu trägt außerdem das Zero Suspension System bei. Unter Kettenzug verhärtet sich der Hinterbau, was ein Absacken merklich verhindert. Die Aktivität des Hinterbaus geht jedoch dabei etwas verloren. Bergab zeigt sich das Bike von seiner soften Seite, zumal der satte Federweg vollständig zur Verfügung steht. Die Tourenfraktion unter euch wird’s freuen, denn die 160 Millimeter fühlen sich nach mehr an. Hardcore-Biker, die gerne mal eine unsanfte Landung hinlegen, fahren lieber mit etwas weniger Negativfederweg. Das tiefliegende Tretlager sorgt für Fahrstabilität und Sicher heit, erfordert aber auch etwas mehr Zug am Lenker, wenn man das Vorderrad während der Fahrt hochziehen will.
WOMB FAZIT
Ein eigenwilliges und aufwändiges Rahmendesign, das von vorne bis hinten zu Ende gedacht ist. Ein Spritzschutz für das Federbein wäre das i-Tüpfelchen.
Aufwändiges, aber durchdachtes Hinterbausystem
Platz für Flaschenhalter
Zu schmale Felge für den Einsatzbereich
Die kompletten Trail-Tests findest Du in der aktuellen Ausgabe 2/2011 der WOMB.
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Weiterführende Links
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